2009 | 2008 | 2007
Passionskonzert 29.03.2009
Nicht das Leiden, sondern die Auferstehung im Mittelpunkt
www.merkur-online.de schreibt am 7.4.2009:

Garching - Eine erstklassige Darbietung erlebten die Besucher beim Passionskonzert in der Garchinger Kirche St. Severin.

[zum Originaltext]
Unter der Leitung von Albert Neuhauser musizierten der Chor St. Severin sowie das Streichquartett Anna Skouras. Im Gotteshaus erklangen die Werke „Misere-Psalm“ von Allegri, „Die sieben Worte des Erlösers“ von Haydn und „Christe, du Lamm Gottes“ von Mendelssohn. Rund 130 Besucher waren bei freiem Eintritt zum Konzert gekommen und genossen das rund 90-minütige musikalische Erlebnis. Obwohl das Konzert an sich ein ernsthaftes Ereignis darstellt, „war die Stimmung aber gar nicht traurig“, erklärt Neuhauser. Denn das Konzert sei in erster Linie der Einweihung des neuen Kreuzes gewidmet gewesen: „Es ist daher also auch kein Leidenskreuz, sondern ein Auferstehungskreuz.“
 
Severin's Kammermusik
Musiker entfalten ihr Talent

www.merkur-online.de schreibt am 30.09.2009:

Garching - Die „Garchinger Talente" bewiesen bei „Severins Kammermusik" im Pfarrsaal ihr Können.

Garchinger Talente: (v.l.) Philipp Caspar, Ernst Fill, Ulrike Niebler, Daniel Lobos, Linda KLi, Amelie Grott, Anton Dvorak, Christa Egger, Anja Karpati. Foto: Förtsch

Garchinger Talente: (v.l.) Philipp Caspar, Ernst Fill, Ulrike Niebler, Daniel Lobos, Linda KLi, Amelie Grott, Anton Dvorak, Christa Egger, Anja Karpati. Foto: Förtsch

„Talente, die man schon zum Teil entdeckt hat, sieht man nun in der Gänze erblühen“, freut sich Chorleiter Albert Neuhauser über die Entwicklung mancher „Garchinger Talente“. Wie zum Beispiel Linda Li und Amelie Grott. Beim Nachwuchswettbewerb „Jugend musiziert“ gewannen sie den ersten Preis mit Auszeichnung im vierhändigen Klavierspielen. Während der letzten Kammermusik kamen die rund 40 Besucher im Pfarrsaal in den Genuss ihres Könnens.

Ein Quartett bildeten Philipp Caspar, Ernst Fill, Ulrike Niebler und Daniel Lobos. Fill ist seit 25 Jahren im Kirchenorchester und der beste Beweis, dass in Garching Talent nichts mit dem Alter zu tun hat. Die vier Musiker spielten eine „Rarität“ von Franz Schubert in der Originalbesetzung.

Moritz Mayer hat gerade den Sprung aufs Gymnasium geschafft und sein musikalisches Talent schon als Mitglied im Kinderchor von St. Severin unter Beweis gestellt. Die Kammermusik eröffnete er mit einem Klavierstück von Frédéric Chopin.

Immer schön, das weiß jeder, der sie einmal erlebt hat, ist die Liebe. Deshalb widmeten die Sopranistin Anja Karpati und Christa Egger, die Karpati am Klavier begleitete, ihren Auftritt ganz dieser „schönsten Sache der Welt“.

Anton Dvorak begeisterte das Publikum mit einer Präsentation seiner Holzblaskünste. Binnen weniger Sekunden wechselte er zwischen Flöte, Altflöte, Klarinette, Altsaxophon und Tenorsaxophon hin und her.

Viele Mitwirkende von Severins Kammermusik sind Mitglied im Kirchenchor St. Severin und meistens Jugendliche. Doch unabhängig von Alter oder Chorzugehörigkeit zählt nur eines: Talent. „Wir nehmen keinen Eintritt. Aber wir wollen den Besuchern trotzdem einen schönen Abend gestalten“, betont Neuhauser. kf

 
 
Jahreskonzert 8.11.2009
Herausforderung erstklassig gemeistert
www.merkur-online.de schreibt am 10.11.2009:

Garching - Das Jahreskonzert des Chors und des Orchesters von St. Severin in Garching wurde zum wahren Festkonzert.

Abschied auf Raten: Albert Neuhauser dirigiert sein letztes Konzert. Foto: förtsch

Abschied auf Raten: Albert Neuhauser dirigiert sein letztes Konzert. Foto: förtsch

Die Besucher lauschten der frisch restaurierten Orgel und nahmen auch einen „Abschied auf Raten“, wie es Albert Neuhauser formulierte. Er dirigierte sein letztes Konzert, denn zum Jahreswechsel wird er sich nach 42 Jahren Arbeit als künstlerischer Leiter verabschieden.

Antonio Vivaldi ist bekannt für seine strahlenden, warmen und festlichen Klänge. Bei dieser faszinierenden Mischung wurde der Kirchenraum nicht nur von feierlicher Trompetenmusik durchzogen, auch die Orgel ertönte in akustischem Glanz. Rund 50 000 Euro hat die Restaurierung gekostet, nach 40 Jahren mussten unter anderem die 1700 Pfeifen gereinigt und ihr Klang dem Kirchenraum neu angepasst werden. Dass sich die umfangreiche Arbeit gelohnt hat, bewies der volle Klang.

Bei der Hommage an Felix Mendelssohn Bartholdy, anlässlich dessen 200. Todestags, stand auch „eines meiner Lieblingsstücke auf dem Programm“, sagte Neuhauser. Damit meinte er die Sinfonie über den Lobgesang. Inbrünstig und fesselnd das „Lobt den Herrn mit Saitenspiel, lobt ihn mit Eurem Liede. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.“ Dieser Aufforderung wurden Chor und Orchester mehr als nur gerecht.

Eine große Herausforderung, die von den Künstlern des Abends hervorragend gemeistert wurde.



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Elias 16.11.2008
Oratorium "Elias" meisterhaft interpretiert

[Einführung ...]
www.merkur-online.de schreibt am 17.11.2008:

Garching - Zehn Jahre seit der ersten Aufführung hat Chorleiter Albert Neuhauser erneut den „Elias" zum Thema des diesjährigen Herbstkonzertes gemacht.

Atmosphärisch dicht: Die Aufführung des „Elias“ in St. Severin Garching. Foto: Michalek

Atmosphärisch dicht: Die Aufführung des „Elias“ in St. Severin Garching. Foto: Michalek

Ein Oratorium in zwei Teilen von Felix Mendelssohn Bartholdy mit Texten aus dem Alten Testament; aufgeführt von Chor und Orchester St. Severin Garching am frühen Sonntagabend in der gleichnamigen Kirche.

Die Kirche ist bereits bis nahezu auf den letzten Platz gefüllt. Chor und Orchester erwarten den Meister für einen würdigen Aufmarsch, den er als letzter in der Reihe beschließen wird.

„Es ist das gigantischte Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy“, antwortet Neuhauser auf die Frage, weshalb er den „Elias“ nach einem Jahrzehnt erneut aufführt wird. Tatsächlich passt der „Elias“ gut in die herbstliche Stimmung dieses zu Ende gehenden Novembersonntags. Es ist ein opulentes, ein dramatisches Werk mit viel Raum für Solisten: Anna-Maria Bogner, Sopran, Brigitte Lang, Alt, Frieder Lang, Tenor und Thomas Dobmeier, Bass, übernahmen die wichtigsten Rollen in einer gelungenen Aufführung.

In einem von Neuhauser selbst gestalteten Programmheft ist Elias als Figur des Alten Testaments beschrieben, die heldenhaft auftaucht, um wieder spurlos zu verschwinden. Ein selbstloser Robin Hood moderner Zeiten, und eine frühe Personifikation von Jesus Christus, wie Mendelssohn Bartholdy ihn verstand. Eine Figur, die Juden und Christen gleichermaßen fasziniert.



2009 | 2008 | 2007

Epochen des Eros

www.merkur-online.de schreibt am 30.11.2007:

Garching - Die Konzertreihe "Severins Kammermusik" setzte Albert Neuhauser fort. Das Münchner "Balladuo" verwöhnte mit griechischer Musik rund um Liebe und Leidenschaft.

Der Facettenreichtum des Eros aus dem vergangenen Jahrhundert wurde dabei in bester Manier zu Gehör gebracht. Ob Herzschmerz-Gefühl bei Balladen, himmelhochjauchzende Fröhlichkeit bei flotten Weisen oder verträumte Sinnlichkeit bei romantischen Liedern ­ die Sopranistin Dafni Georgali (22) sorgte mit ihrer klaren, schönen Stimme dafür, dass das Publikum ins Schwelgen kam. Minas Koutzampasopoulos (28) entlockte dem Klavier mal übermütige Lebensfreude, dann wieder beschauliche Melodien.

Mit Schlagern wie etwa dem Nana Mouskouri-Hit "Weiße Rosen aus Athen" oder der Filmmusik "Sirtaki" haben die beiden nichts am Hut. Sie setzen auf authentische Musik des 20. Jahrhunderts und damit auf griechische Operettenstimmung aus den Jahren 1900 bis 1950 und auf in Griechenland populäre Schlager von 1960 bis zur Gegenwart. Tango, Balladen und Liebeslieder gehörten zu den Operettenmelodien und zum besseren Verständnis der griechischen Texte wurden einige Zeilen der Lieder übersetzt, wie etwa "Noch ein Gläschen Wein, noch ein Liedchen. Es berauscht mir die Sinne und deswegen kann ich lachen" oder "Unsere Liebe ist ein Himmel voller Sterne, der in unserem Leben kein Ende und keinen Anfang hat."

Fröhlich, feurig oder auch melancholisch klangen die populären Schlagertitel mit teils sehr lyrischen Text-Passagen, wie etwa "Welche Nacht hat dich gestohlen, welche Bitterkeit hat dich versteckt? Für wen soll ich nun singen? Meine Liebe, ich werde dich nie wieder sehen" oder "Öffne dich, du Felsen, damit ich mich in dir einschließen kann, weil der Mann, den ich liebe mich verlassen hat."

 
Foto Messias 18.12.2007
[Foto: Baumgart]

“Der Messias” in St. Severin: Musikalischer Hochgenuss

Süddeutsche Zeitung - Landkreis München, 18.12.2007

15 Jahre hat die Kirchengemeinde von Sankt Severin warten müssen, bis der Chor sich wieder mit Händels Messias präsentiert. Am vergangenen Sonntag nun war es wieder soweit. Chorleiter Albert Neuhauser, der Chor, das Orchester von Sankt Severin und Solisten haben dem Publikum einen zweistündigen, musikalischen Hochgenuss bieten können. Die Solisten waren Petra Hesina, Sopran, Brigitte Lang, Alt, Frieder Lang, Tenor und Raphael Sigling, Bass. Händels berühmtes Werk übermittelt den Zuhörern grenzenlose Hochstimmung. Er selbst hat es in nur 22 Tagen geschrieben.

 

Wunderbares Konzert

www.merkur-online.de - 17.12.2007

Garching - Bei der Uraufführung des Oratoriums "Messias" von Georg Friedrich Händel 1742 in Dublin wurden die Damen gebeten, keine Reifröcke zu tragen, damit mehr Zuhörer in den Saal passen.

Sehr gut besucht war auch die Aufführung des Oratoriums in der Garchinger Kirche St. Severin. Eine Kleiderordnung war jedoch überflüssig ­ es war Platz genug.

Chor und Orchester von St. Severin sowie die Solisten zeigten unter der Leitung von Albert Neuhauser eine wunderbare Leistung. Der starke Sopran von Petra Hesina, die warme Alt-Stimme von Brigitte Lang, der klare Tenor von Frieder Lang und der kräftige Bass von Raphael Sigling schafften die Koloraturen mit beeindruckender Geschmeidigkeit. Und welche Energie und Kraft im Chor St. Severin steckte, wurde vor allem beim berühmten "Halleluja" deutlich. Das Orchester setzte die vielfältigen Facetten der Oratoriums-Stimmungen hervorragend um. Eine wunderbare Leistung und ein wunderbares Konzert.

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